{"id":2361,"date":"2023-07-20T14:49:17","date_gmt":"2023-07-20T12:49:17","guid":{"rendered":"http:\/\/duplexpiano.de\/?page_id=2361"},"modified":"2025-12-04T18:39:16","modified_gmt":"2025-12-04T17:39:16","slug":"klassik-heute","status":"publish","type":"page","link":"https:\/\/duplexpiano.de\/en\/klassik-heute\/","title":{"rendered":"Klassik heute"},"content":{"rendered":"\t\t<div data-elementor-type=\"wp-page\" data-elementor-id=\"2361\" class=\"elementor elementor-2361\">\n\t\t\t\t\t\t<section class=\"elementor-section elementor-top-section elementor-element elementor-element-23f8e5a elementor-section-boxed elementor-section-height-default elementor-section-height-default\" data-id=\"23f8e5a\" data-element_type=\"section\" data-e-type=\"section\">\n\t\t\t\t\t\t<div class=\"elementor-container elementor-column-gap-default\">\n\t\t\t\t\t<div class=\"elementor-column elementor-col-100 elementor-top-column elementor-element elementor-element-2fca211\" data-id=\"2fca211\" data-element_type=\"column\" data-e-type=\"column\">\n\t\t\t<div class=\"elementor-widget-wrap elementor-element-populated\">\n\t\t\t\t\t\t<div class=\"elementor-element elementor-element-2d3c814 elementor-widget elementor-widget-text-editor\" data-id=\"2d3c814\" data-element_type=\"widget\" data-e-type=\"widget\" data-widget_type=\"text-editor.default\">\n\t\t\t\t<div class=\"elementor-widget-container\">\n\t\t\t\t\t\t\t\t\t<h2 class=\"bereich\">CD-Besprechung<\/h2><article><h2>Sonatas for Cello and Duplex Piano<\/h2><div class=\"cdangaben\"><figure class=\"links\"><img fetchpriority=\"high\" decoding=\"async\" title=\"Sonatas for Cello and Duplex Piano\" src=\"http:\/\/www.klassik-heute.com\/covers\/12\/24364g.jpg\" alt=\"Sonatas for Cello and Duplex Piano\" width=\"300\" height=\"300\" \/><\/figure><div><h4>OehmsClassics OC497<\/h4><p>1 CD \u2022 77min \u2022 2021, 2022<\/p><p class=\"besprechung\">20.07.2023<\/p><p>K\u00fcnstlerische Qualit\u00e4t:<br \/><img decoding=\"async\" src=\"http:\/\/www.klassik-heute.com\/banner\/bewertung10.jpg\" alt=\"K\u00fcnstlerische Qualit\u00e4t: 10\" width=\"150\" height=\"20\" \/><br \/>Klangqualit\u00e4t:<br \/><img decoding=\"async\" src=\"http:\/\/www.klassik-heute.com\/banner\/bewertung10.jpg\" alt=\"Klangqualit\u00e4t: 10\" width=\"150\" height=\"20\" \/><br \/>Gesamteindruck:<br \/><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" src=\"http:\/\/www.klassik-heute.com\/banner\/bewertung10.jpg\" alt=\"Gesamteindruck: 10\" width=\"150\" height=\"20\" \/><\/p><p class=\"cdempfehlung\">Klassik Heute<br \/>Empfehlung<\/p><\/div><\/div><div class=\"bestellen\"><p class=\"bestellen\">\u00bbbestellen bei jpc\u00ab<\/p><p><b>\u2193 \u00a0Werke und Interpreten \u00a0\u2193<\/b><\/p><\/div><p>Noch vor rund 20 Jahren begegnete man dem Namen des Komponisten Em\u00e1nuel Mo\u00f3r (1863\u20131931) vielleicht am ehesten dann, wenn man sich ein wenig eingehender mit Pablo Casals besch\u00e4ftigte, der Mo\u00f3rs Musik au\u00dferordentlich sch\u00e4tzte. Tats\u00e4chlich besa\u00df Mo\u00f3r, ein Sch\u00fcler Volkmanns und Bruckners, noch eine ganze Reihe weiterer prominenter F\u00fcrsprecher, doch nach seinem Tod geriet seine Musik schnell in Vergessenheit. Erst in diesem Jahrtausend hat Mo\u00f3rs Schaffen auf Tontr\u00e4ger eine gewisse Pr\u00e4senz erreicht, vor allem seine Musik f\u00fcr Cello (die wiederum nur einen kleinen Teil seines umfangreichen \u0152uvres darstellt).<\/p><h3>Der Komponist als Erfinder<\/h3><p>Mo\u00f3rs kompositorisches Werk endet 1918; der Musik blieb er aber weiterhin erhalten, nunmehr als Erfinder. Sein gro\u00dfes Projekt war die Konstruktion eines zweimanualigen Klaviers, des Duplex-Pianos, und wiederum nimmt man mit Erstaunen zur Kenntnis, dass Mo\u00f3r auch hiermit \u2013 nach gewissen Startschwierigkeiten \u2013 beachtliche Resonanz fand, u.a. bei Firmen wie Steinway oder B\u00f6sendorfer. Erneut setzte jedoch Mo\u00f3rs Tod all dem einen Schlussstrich. Wenn sich rund 90 Jahre sp\u00e4ter der Cellist David Stromberg und der Pianist Florian Uhlig daran machen, nun also auch den Erfinder Em\u00e1nuel Mo\u00f3r wieder in Erinnerung zu rufen, dann ist offenbar bereits die Suche nach einem heute noch spielbaren Duplex-Piano alles andere als einfach gewesen. In Hamburg sind die Musiker f\u00fcndig geworden, und so kann man sich auf dem vorliegenden Album einen Eindruck vom Klang dieses Instruments machen, hier zu h\u00f6ren in drei sp\u00e4tromantischen Cellosonaten von (nat\u00fcrlich) Mo\u00f3r selbst (seine Sonate Nr. 1 c-moll op. 22, 1889), Ernst von Dohn\u00e1nyi und Richard Strauss.<\/p><h3>Charakteristika und Gestaltungsm\u00f6glichkeiten des Duplex-Pianos<\/h3><p>Das zweite Manual des Duplex-Pianos ist eine Oktave h\u00f6her gestimmt als das erste (das der \u00fcblichen Klaviertastatur entspricht), und insbesondere ist es m\u00f6glich, beide Manuale zu koppeln. Dies erzeugt Klangwirkungen, die an vierh\u00e4ndige Klaviermusik denken lassen; ein Vergleich, der nat\u00fcrlich allein schon deshalb nahe liegt, weil Oktavierungen auch in vierh\u00e4ndigen St\u00fccken ein g\u00e4ngiges Prinzip sind. Bemerkenswert ist dabei, dass das Resultat eben nicht nur ein Mehr an Klangf\u00fclle, an Volumen darstellt (das nat\u00fcrlich auch, man h\u00f6re als Beispiel nur etwa einige der dynamischen H\u00f6hepunkte des Kopfsatzes der von juvenilem Elan getragenen Strauss-Sonate oder den festlichen Schluss von Dohn\u00e1nyis pr\u00e4chtiger, dicht gearbeiteter Sonate). Die (vom vorz\u00fcglich und sehr differenziert aufspielenden Florian Uhlig gezielt eingesetzten!) Oktavierungen sorgen dar\u00fcber hinaus auch f\u00fcr eine ganz aparte klangliche Delikatesse, die manchmal fast \u00e4therisch erscheint (gewisserma\u00dfen quasi campanelli), so etwa im Scherzo der Dohn\u00e1nyi-Sonate oder im Finale der Strauss-Sonate, oder in zahlreichen espressivo- oder dolce-Passagen, die umso eindringlicher gestaltet werden, so etwa die Aufhellung im Mittelteil des langsamen Satzes der Strauss-Sonate. Gleichzeitig zeugt letzteres Beispiel aber auch davon, dass das Duplex-Register vorz\u00fcglich dazu geeignet ist, um melodische Linien hervorzuheben und zu konturieren, den entsprechenden Stimmen ein zus\u00e4tzliches Ma\u00df an Pr\u00e4senz zu verleihen.<\/p><h3>Brahms-Nachfolge mit eigenem Profil<\/h3><p>Was die (beiden weniger bekannten der) drei Werke selbst anbelangt, ist Mo\u00f3rs Sonate deutlich in der Brahms-Nachfolge anzusiedeln, ein leidenschaftliches, dunkel gl\u00fchendes Werk, in allen drei S\u00e4tzen bestimmt von markanten, einpr\u00e4gsamen Motiven. Brahms hat viele Komponisten inspiriert, und unter diesen sticht Mo\u00f3r als echter K\u00f6nner und begabter Melodiker hervor. Auch der nach wie vor untersch\u00e4tzte Dohn\u00e1nyi ist sicherlich erst mal in der Brahms-Nachfolge anzusiedeln (man vergleiche den Beginn seiner Sonate etwa mit demjenigen von Brahms\u2019 Klavierquartett Nr. 1), und doch weist dieses relativ fr\u00fche Werk bereits ganz charakteristische Eigenschaften seiner reifen Tonsprache auf, etwa den exquisiten Sinn f\u00fcr das Groteske im zweiten Satz (wie Dohn\u00e1nyi \u00fcberhaupt eine ganze Reihe gro\u00dfartige Scherzi komponiert hat). Meisterhaft ist die Souver\u00e4nit\u00e4t, mit der Dohn\u00e1nyi die Themen und Motive der Sonate miteinander verquickt, ohne dass dies irgendwie gewollt kl\u00e4nge. So geht das volksliedhafte, schlichte Variationsthema des Finales einerseits direkt aus der zun\u00e4chst unscheinbaren Klavierbegleitung am Anfang des langsamen Satzes hervor, andererseits ist es klar mit dem bereits erw\u00e4hnten Thema verwandt, mit dem die Sonate beginnt.<\/p><h3>Strombergs dunkel grundierter, runder Ton<\/h3><p>David Strombergs Spiel zeichnet sich durch seinen sonoren, runden, noblen Ton, sein eher dunkles, gedecktes Timbre aus, das sich gerade z.B. in Mo\u00f3rs Sonate sehr gut macht. Es sind die kantablen, auch die melancholisch get\u00f6nten, eher zur\u00fcckgenommenen Passagen, die Stromberg von seiner besten Seite zeigen. Manchmal, so etwa im Kopfsatz der Strauss-Sonate, w\u00e4re \u2013 gerade angesichts der Klangf\u00fclle der lautesten Passagen \u2013 im Cello ein etwas akzentuierterer Gegenpart vorteilhaft, aber Strombergs Spiel ist auch hier stets mindestens sehr solide. Man kann den Musikern nur dazu gratulieren, durch ihr Engagement ein g\u00e4nzlich vergessenes Klangerlebnis wieder h\u00f6rbar gemacht zu haben, und bereits daf\u00fcr geb\u00fchrt dieser CD eine entschiedene Empfehlung.<\/p><p><cite>Holger Sambale [20.07.2023]<\/cite><\/p><div id=\"anzeige2\">\u00a0<\/div><\/article>\t\t\t\t\t\t\t\t<\/div>\n\t\t\t\t<\/div>\n\t\t\t\t\t<\/div>\n\t\t<\/div>\n\t\t\t\t\t<\/div>\n\t\t<\/section>\n\t\t\t\t<\/div>\n\t\t","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>CD-Besprechung Sonatas for Cello and Duplex Piano OehmsClassics OC497 1 CD \u2022 77min \u2022 2021, 2022 20.07.2023 K\u00fcnstlerische Qualit\u00e4t:Klangqualit\u00e4t:Gesamteindruck: Klassik HeuteEmpfehlung \u00bbbestellen bei jpc\u00ab \u2193 \u00a0Werke und Interpreten \u00a0\u2193 Noch vor rund 20 Jahren begegnete man dem Namen des Komponisten Em\u00e1nuel Mo\u00f3r (1863\u20131931) vielleicht am ehesten dann, wenn man sich ein wenig eingehender mit Pablo [&hellip;]<\/p>\n","protected":false},"author":1,"featured_media":0,"parent":0,"menu_order":0,"comment_status":"closed","ping_status":"closed","template":"","meta":{"ocean_post_layout":"","ocean_both_sidebars_style":"","ocean_both_sidebars_content_width":0,"ocean_both_sidebars_sidebars_width":0,"ocean_sidebar":"","ocean_second_sidebar":"","ocean_disable_margins":"enable","ocean_add_body_class":"","ocean_shortcode_before_top_bar":"","ocean_shortcode_after_top_bar":"","ocean_shortcode_before_header":"","ocean_shortcode_after_header":"","ocean_has_shortcode":"","ocean_shortcode_after_title":"","ocean_shortcode_before_footer_widgets":"","ocean_shortcode_after_footer_widgets":"","ocean_shortcode_before_footer_bottom":"","ocean_shortcode_after_footer_bottom":"","ocean_display_top_bar":"default","ocean_display_header":"default","ocean_header_style":"","ocean_center_header_left_menu":"","ocean_custom_header_template":"","ocean_custom_logo":0,"ocean_custom_retina_logo":0,"ocean_custom_logo_max_width":0,"ocean_custom_logo_tablet_max_width":0,"ocean_custom_logo_mobile_max_width":0,"ocean_custom_logo_max_height":0,"ocean_custom_logo_tablet_max_height":0,"ocean_custom_logo_mobile_max_height":0,"ocean_header_custom_menu":"","ocean_menu_typo_font_family":"","ocean_menu_typo_font_subset":"","ocean_menu_typo_font_size":0,"ocean_menu_typo_font_size_tablet":0,"ocean_menu_typo_font_size_mobile":0,"ocean_menu_typo_font_size_unit":"px","ocean_menu_typo_font_weight":"","ocean_menu_typo_font_weight_tablet":"","ocean_menu_typo_font_weight_mobile":"","ocean_menu_typo_transform":"","ocean_menu_typo_transform_tablet":"","ocean_menu_typo_transform_mobile":"","ocean_menu_typo_line_height":0,"ocean_menu_typo_line_height_tablet":0,"ocean_menu_typo_line_height_mobile":0,"ocean_menu_typo_line_height_unit":"","ocean_menu_typo_spacing":0,"ocean_menu_typo_spacing_tablet":0,"ocean_menu_typo_spacing_mobile":0,"ocean_menu_typo_spacing_unit":"","ocean_menu_link_color":"","ocean_menu_link_color_hover":"","ocean_menu_link_color_active":"","ocean_menu_link_background":"","ocean_menu_link_hover_background":"","ocean_menu_link_active_background":"","ocean_menu_social_links_bg":"","ocean_menu_social_hover_links_bg":"","ocean_menu_social_links_color":"","ocean_menu_social_hover_links_color":"","ocean_disable_title":"default","ocean_disable_heading":"default","ocean_post_title":"","ocean_post_subheading":"","ocean_post_title_style":"","ocean_post_title_background_color":"","ocean_post_title_background":0,"ocean_post_title_bg_image_position":"","ocean_post_title_bg_image_attachment":"","ocean_post_title_bg_image_repeat":"","ocean_post_title_bg_image_size":"","ocean_post_title_height":0,"ocean_post_title_bg_overlay":0.5,"ocean_post_title_bg_overlay_color":"","ocean_disable_breadcrumbs":"default","ocean_breadcrumbs_color":"","ocean_breadcrumbs_separator_color":"","ocean_breadcrumbs_links_color":"","ocean_breadcrumbs_links_hover_color":"","ocean_display_footer_widgets":"default","ocean_display_footer_bottom":"default","ocean_custom_footer_template":"","footnotes":""},"class_list":["post-2361","page","type-page","status-publish","hentry","entry"],"_links":{"self":[{"href":"https:\/\/duplexpiano.de\/en\/wp-json\/wp\/v2\/pages\/2361","targetHints":{"allow":["GET"]}}],"collection":[{"href":"https:\/\/duplexpiano.de\/en\/wp-json\/wp\/v2\/pages"}],"about":[{"href":"https:\/\/duplexpiano.de\/en\/wp-json\/wp\/v2\/types\/page"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/duplexpiano.de\/en\/wp-json\/wp\/v2\/users\/1"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/duplexpiano.de\/en\/wp-json\/wp\/v2\/comments?post=2361"}],"version-history":[{"count":0,"href":"https:\/\/duplexpiano.de\/en\/wp-json\/wp\/v2\/pages\/2361\/revisions"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/duplexpiano.de\/en\/wp-json\/wp\/v2\/media?parent=2361"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}